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Heilen oder um Heilung bitten? Wenn wir zu etwas berufen sind, was wir nicht können

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Heilen oder um Heilung bitten? Wenn wir zu etwas berufen sind, was wir nicht können –

so heisst ein neuer Beitrag in dem Blog „Organische Gemeinde„.

Gern verweise ich einfach mal auf diesen Artikel – er ist echt lesenswert!

Religiös abgefedert?

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Du siehst mich, GottWir sitzen in der Mittagspause und warten noch auf eine Kollegin. Etwas später kommt sie – ihr Arztbesuch hatte länger gedauert.

Kurz berichtet sie von der Untersuchung und dem Gespräch mit der Ärztin am Ende der Konsultation.

Diese meinte nämlich: „Sagen Sie mal, sind Sie eigentlich religiös abgefedert?“

Auf die Gegenfrage, wie sie denn dazu käme, antwortete sie: „Na, in meine Sprechstunde kommen ja viele Menschen. Und wenn sie mit schweren Situationen konfrontiert werden, dann fangen selbst Atheisten an, über den Tod und was danach kommt, nachzudenken. Bei Ihnen allerdings merke ich die Ruhe und Gelassenheit, die Menschen mit einem Fundament oft haben…“

Ein schönes Zeugnis über unsere Kollegin, die gerade wieder von ihrer schweren Krankheit eingeholt wird, aber den Blick zum Himmel nicht verloren hat.

40 Millionen verschenken – wer macht denn so was?

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unglaublichDas nenne ich mal eine tolle Geschichte – einfach mal so 40 Millionen Dollar verschenken…

Worum geht’s?

Tom Crist aus Calgary hat im Lotto gewonnen. Ganze vierzig Millionen kanadische Dollar (~28.850.000 Euro). Das war bereits im Mai diesen Jahres. Und eigentlich wollte er darüber in der Öffentlichkeit gar nicht sprechen, aber die Lottogesellschaft hatte jetzt wohl darauf gedrungen.

Nichts für sich

Kurz nach seinem enormen Gewinn war ihm bereits klar, dass er das gesamte Geld an gemeinnützige Organisationen spenden wollte. Gegenüber dem Sender CBC erklärte er, dass er Glück hatte, dieses Geld zu gewinnen, er aber glücklich sei, es weitergeben zu können. Der kanadische Geschäftsmann im Ruhestand hätte im Leben so viel Erfolg gehabt – er bräuchte dieses Geld nicht wirklich zum Leben. Seine Kinder hätten verständnis für seine Entscheidung. Mehr

Warum nicht eine eigene Kirche?

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kirchebasel

Fundgrube…

Einunddreissig Jahre arbeitete er in einer Berliner Strahlenklinik. Nebenbei – als Ausgleich für seine stressige Arbeit – tischlerte er.
Obwohl er vor langerer Zeit aus der Kirche ausgetreten war, faszinierte ihn seit einem einschneidenen Erlebnis im Dschungel von Ecuador eine Raum, eine Kirche, in der Menschen, in der er selbst zur Ruhe kommen, Stille geniessen könne.
Die Rede ist von Roland Jacob.

Elf Jahre baute er im Berliner Stadtteil Blankenburg – in seinem Garten – diese Kapelle „Zum guten Hirten“.
Woher er manche Bestandteile bezogen hat, nicht nur bei Ebay, welchen Gästen er seine Stillekirche öffnen möchte und eben auch Atheisten willkommen sind, was Freunde von ihm dachten und wie er immer wieder mit Verlusten fertig wird – das kann man hier nachlesen.

Hallo Lance Armstrong!

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Wir kennen uns nicht wirklich. Obwohl – als Einbahnstrasse schon. Ich habe – früher – immer gerne Radsport geschaut. Ja, schon die „Friedensfahrt“ gehörte dazu. Und später natürlich auch die Tour de France.

Ihr Radsportler seid schon ein besonderes Völkchen. Einerseits oft Teamplayer, andererseits aber auch totale Einzelkämpfer. Es geht ja auch um Vieles. Dort oben auf dem Siegertreppchen zu stehen muss ein tolles Gefühl sein.

Sie sind ein Kämpfertyp!

Als sie mir bewusst auffielen, da war es ihre Krebsgeschichte, die mich berührte. Durch eigenes Erleben mit einem unserer Kinder waren wir sensibilisiert, wenn es andere „Fälle“ gab. Und bei ihnen, da war es ihr Kampfgeist, mit welchem sie die Krankheit, die Operationen und Chemoterphien überstanden. Eine tolle Leistung.

Um so erstaunlicher dann ihre Radsportkarriere, die sie weiter in Angriff nahmen. Und dann diese tollen Rennen, besonders in Frankreich. Ein Sieg folgte dem anderen. Unser Jan Ullrich war auch gut – aber an sie kam er nicht heran! Ich erinnere mich an ein Rennen, als sie den Jan am Berg „stehenliessen“, so kraftvoll war ihr Antritt! Sie waren für mich ein Supersportler. Mehr

Hallo Christian Ulmen!

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Heute las ich dieses Interview und irgendwie sprachen mit deine Aussagen an. Vielleicht, weil sie so ehrlich waren?

Ich erlaube mir einfach mal, dich mit deinem Vornamen anzureden, obwohl wir uns gar nicht kennen. Wieso? Zum Einen bist du im selben Jahr geboren, wie meine Tochter, unser ältestes Kind. Und zum Anderen hat mich deine Aussage in einem Zeitungsartikel heute angesprochen:

„Ich glaube nicht an Gott, was ich wirklich gern können würde, das hat etwas Tröstliches, und ich beneide alle, die das können. Ich bin Agnostiker.​“

Neid auf  Leute, die an Gott glauben – wenige Menschen sprechen das so offen aus wie du. Ich finde das Klasse. Du hübschst nicht deine Position auf, redest sie schön. Sondern gibst zu, dass die Anderen da etwas haben, was dich anzieht. Dir vielleicht auch keine Ruhe lässt.

Sind gläubige Menschen wirklich glücklicher?

Du sagst auch:

„Ich kenne Gläubige, die null Angst vor dem Tod haben, weil sie überzeugt sind, dass es später munter weiter geht. Gott-Gläubige sind glücklicher als Atheisten.​“ Mehr

Satte Farben vor Schwarz

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Ich habe ihn im letzten Jahr irgendwie verpasst, obwohl damals darüber geschrieben wurde. Den Film: „Satte Farben vor Schwarz“. Er solle gutgespielt sein. Und wichtige Lebensthemen anreissen. So hiess es damals.

Jetzt kam er in einem Fernsehkanal. Und wir schauten ihn an. Santa Berger, auch im Älterwerden eine imposante Schauspielerin. Und natürlich Bruno Ganz. Ein exzellenter Mime! Egal, welche Rolle er spielt. Hier im Film bekommt er Prostatakrebs. Und wird nicht wirklich damit fertig. Zieht sich von seiner Frau zurück, mit der er imerhin 50 Jahre verheiratet ist. Mietet sich eine Wohnung. Sie versteht es nicht. Wird erregt, wütend. Wieso entscheidet dieser Mann über sein Leben allein, wo sie es doch bisher zusammen gemeistert haben. Die beiden Kinder grossgezogen…

Und sie – sowohl Kinder als auch Ehefrau – akzeptieren nicht, dass er sich keiner Behandlung unterziehen will. Weil er nicht als Patient die Zeit vorm Verlassen dieser Welt verbringen möchte. Deswegen auch dieses Wohnung, um in Ruhe überlegen zu können. Anita flüchtet schon mal ins Altersheim, zum betreuten Wohnen. Aber dann finden sie doch wieder zusammen. Und zum gemeinsamen Entschluss: Suizid.

Der Film endet mit einer fast feierlichen Szene. In einer sonst leeren Wohnung steht eine Couch, darauf geben sich beide gleichzeitig die Todesspritze…

Kontroverses Thema

Hinterher tauchen bei mir viele Fragen auf. Wieso hat Sophie Heldmann für ihr Erstlingswerk so ein schweres Thema gewählt, zumal sie selbst altersmässig noch nicht in ähnlicher Situation war? Bei Recherchen dazu fand ich, dass sie als 10-jährige einen ähnlichen Fall in der Nachbarschaft miterlebte. Scheinbar hat sie das Erlebte nie losgelassen und sie versucht, durch den Film einiges zu verarbeiten.

Andere mögen Gefallen am selbstbestimmten Leben – und Sterben haben. Wir entscheiden so viel während eines langen Lebens. Warum auch nicht den Zeitpunkt des eigenen – in diesem Fall sogar gemeinsamen – Todes?

In Würde zu gehen, dem Leiden und vor allem den Schmerzen auszuweichen – das sind verständliche Argumente. Aber der Film lässt auch weitere Fragen offen. Z.B. hätte der Kranke ja vielleicht, sogar sicher, noch viele Jahre ohne Schmerzen leben können, ehe der Krebs Wirkungen zeigt. Da ich vor kurzem dieselbe Diagnose hatte, weiss ich, wovon ich rede. Und ich habe mich für die Behandlung und Operation entschieden. Und finde das Leben weiterhin lebenswert.

Und selbst wenn sein Leben zu Ende gegangen wäre – was täglich vielen Menschen in einer Partnerschaft auch passiert – der Zurückbleibende kann noch in vielfältiger Art am Leben seiner Familie, seiner Umgebung teilnehmen. Sich einbringen. Freude und Leid mit anderen teilen. Zumal er selber durchs Erlebte dann gereifter ist…

Gott

Bei einer Trauerfeier eines jungen Mannes – er war erst Anfang 20 – stand auf der Anzeige der folgende Spruch:

„Der Herr bringt Tod und Leben; er führt ins Totenreich und er führt wieder heraus.“ (1.Sam. 2,6)

Das hat mich damals tief beeindruckt, dass die junge Witwe und auch die Eltern eine andere Sicht über den Tod hatten: Gott ist der Herr über Leben und Tod. Trotz allem Schmerz gab es ihnen einen Halt, einen gewissen Trost ist das Wirken des Allmächtigen.

Ich denke, wir haben uns unser Leben nicht selbst gegeben, deshalb sollten wir es uns auch nicht selbst nehmen. Ich weiss, dass es Menschen gibt, die in völliger Dunkelheit leben, keinen Ausweg sehen. Krank an Seele und Geist sind. Ausweglosigkeit, Überforderung und vieles andere können solche Gedanken hervorrufen. Und sicher hat Gott auch Erbarmen, wenn jemand die Kämpfe, die Spannungen, den Schmerz nicht mehr aushielt…

Schwierig

Sicher, ein schwieriges Thema. Aber für den Film hätte ich mir eine andere Lösung gewünscht. Eine, die mir als Zuschauer Mut macht, auch schwierige Lebensumstände anzupacken. Und auf Gott zu rechnen. Denn es gibt andererseits viele Beispiele, in denen Gott auch bei schwerer Krankheit eingegriffen hat und eine gute Wendung schenkte. Oder Kraft zum Durchhalten. Oder Menschen vorbeikamen, die mittrugen.

Der Hiob in der Bibel hat trotz Anraten seiner Frau kein Suizid begangen. Er hatte eine andere Philosophie: „Wir nehmen selbstverständlich das Gute von Gott an, wieso nicht auch das Schwere?“ Er vertraute auch in seinen wahrlich Riesenproblemen dem Gott, den er als gerecht und gut kennen gelernt hatte. Und durchlebte – durch die Nöte – einen inneren Reifeprozess und eine neue Gottesbegegnung. So kann es auch gehen.

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