Wer nicht an Wunder glaubt...

…ist kein Realist.

Mir gefällt dieser kernige Ausspruch, der David Ben-Gurion zugeschrieben wird, dem ersten Premierminister des neu gegründeten Staates Israel.

Unter diesem Titel hat Thomas Penzel als Herausgeber ein Buch kreiert, welches 30 verschiedene Berichte über Krankenheilungen beinhaltet. Nein, nicht im vorigen Jahrhundert. Nein – auch keine Storys aus Amerika, weit weg von unserem Alltag. Sondern erst vor kurzem passiert, ganz in der Nachbarschaft.

Wunder im Alltag

Wunder kennen wir Christen aus der Bibel. In alten Zeiten. Etwa bei Mose, wie sich das Rote Meer teilt. Oder bei Josua, bei denen damals die dicken Mauern der Stadt Jericho einfielen. Weil Gott übernatürlich eingriff.

Die Bibel ist voller Wundererzählungen. Aber was ist mit unserer Zeit? Ist es derselbe Wunder-Gott, der uns auch heute noch überraschen kann?

Im vorliegenden Buch wird genau darüber berichtet, wie der Allmächtige unsere Grenzen überwindet, sich erbitten lässt, Überraschungen erleben lässt.

Dranbleiben

Im Buch erzählen Menschen in unterschiedlichen Krankheitssituationen, wie Gott eingreift, bzw. wie sie für Andere gebetet haben – und das Unmögliche geschieht.

Da ist der junge Mann, von dem keiner weiter wusste, dass am nächsten Tag seine Hand amputiert werden sollte, aber durch ein Gebet auf der Strasse wurde er geheilt und vor dem Verlust bewahrt.

Ein ehemaliger Offizier der NVA war an einer chronischen Leukämie erkrankt. Während einer Veranstaltung liess er für sich und seine Gene beten – und tatsächlich, nach einiger Zeit bestätigte der Arzt, dass keine Krebszellen mehr im Blut seien.

Und manchmal geschahen sie eben auch nicht, diese spontanen, sichtbaren Heilungen. Dann mussten die Beter bzw. die Kranken einfach „dranbleiben“: Am Beten. Am Glauben. An Gott. Und erlebten später diese Wunder – äußerlich oder innerlich.

Prinzipien

Zwischen den echt berührenden Erzählungen schafft es der Herausgeber, durch eingestreute Impulse grundsätzliche Prinzipien der Bibel klar herauszuarbeiten. Solche Fragen: „Werden immer solche Gebete für Kranke erhört?“ Oder auch: „Hängt die Heilung von meinem Glauben ab? Oder von dem des Beters?“

Und sollte der Geheilte doch noch zum Arzt gehen? Geht es hier um Glauben versus Schulmedizin?

Mut machen

Mir haben die Erlebnisse aus dem realen Alltag Mut gemacht, am Thema weiter dran zu bleiben. Nicht „aufzugeben“, wenn Gott nicht nach meinen verkürzten Vorstellungen handelt. Das Leben mit Jesus ist selten auf eine „Formel“ zu bringen: Wenn ich so und so bete, dann tut Gott dies oder das. Man kann Gott nicht in eine Box sperren.

Aber die Geschichten haben wieder neue Begeisterung geweckt, Gott viel mehr als bisher zuzutrauen. Und auch meine Theologie zu überprüfen, denn Krankheit kommt nicht von Gott.

Und da ist da noch der Auftrag, den Jesus seinen Jüngern, also auch uns, gab, nicht nur Menschen zu Jüngern zu machen, sondern auch zu heilen und vieles andere…

Ein spannendes Buch über einen spannenden Gott. Echt zu empfehlen!

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