399px-Sebastian_Vettel_BahrainHallo Sebastian!

Du bist ja ein ganz Schneller. Ich meine jetzt nicht nur, dass du gestern immer wieder einen neuen Streckenrekord in Austin (USA) aufgestellt hast, sondern, dass du als junger Mann mit 26 Jahren eben gerade acht Siege hintereinander eingefahren hast. Ach so, Weltmeister 2013 bist du – vorfristig – auch schon. Und so könnte man die Superlative weiter aufzählen…

Emotionen

Manchmal denkt man, dass ihr bei der Formel 1 ganz harte Burschen seid. Rein ins Auto, Gas geben – und der nächste Rekord wartet auf euch. Aber gestern erklärtest du der Weltpresse, dass es eben nicht so ist. Dass es für euch (und damit auch für dich) nicht normal ist, am Wochenende unfallfrei durch die Kurven zu rasen. Und wieder einen Rekord zu brechen. Es ist harte Arbeit…

Aber hinterher hast du realisiert:

„Ich habe etwas erreicht, was keiner vor mir geschafft hat, obwohl es da draussen so viele gute Fahrer gibt.“

Und dabei spürt man dir an, wie dich das im Innersten bewegt. Und du stolz und gerührt bist. Verdient hast du es auf alle Fälle!

Und die Motivation?

Interessant fand ich ich deine Antwort, die du nach deinem gestrigen Sieg bei der Pressekonferenz auf die Frage, was dich nach den grossen bisherigen Erfolgen weiter antreiben würde, antwortetest:

„Der Grund, warum ich immer in dieses Auto steige, ist, dass ich Spaß habe und nichts anderes gefunden habe, was mich so zufrieden macht.“

Ich finde das Klasse. Du hast in diesem Leben genau das gefunden, was dich erfüllt. Was dir am meisten bringt. Wozu du deiner Meinung wahrscheinlich auch geboren wurdest. Und du das durchziehst und alles andere zurückstehen muss. Wofür du sogar dein Leben riskierst.

Was dir Freude bereitet. Was dich zufrieden macht. Milliarden Menschen haben ganz ähnliche Bedürfnisse, aber nur wenigen ist es vergönnt, das zu erleben. Oder wie du, Begeisterung und Beruf zu vereinen. Herzlichen Glückwunsch dazu. Und ich wünsche dir, dass du diese Zufriedenheit recht lange geniessen kannst.

Ist das alles?

Meine vorsichtige Frage ist, ob du dir vorstellen könntest, dass dieses Gefühl der Zufriedenheit und der totalen Freude nicht doch noch getoppt werden könnte? Weisst du, Sebastian, ich kenne Jesus jetzt schon längere Zeit. Und vertraue ihm. Und seinen Aussagen. Wenn er einmal sagte:

„Jetzt aber komme ich zu dir; und dieses rede ich in der Welt, damit sie (meine Nachfolger) meine Freude völlig in sich haben(Joh. 17,13),

dann weiss ich, dass er von einer Art Freude und Befriedigung spricht, die wir weder in einer Beziehung zwischen Menschen, im Beruf oder auch im Sport erreichen können. Es ist eine Freude, die aus einer anderen Welt kommt, von Gott selbst.

Was sie genau ausmacht, wie man sie „bekommt“ – das über lasse ich deinem Entdeckergeist. Und vielleicht, vielleicht erlebst du ja dann etwas, wogegen deine bisherigen Rekorde zurückbleiben.

Mit herzlichen Grüssen, Andreas

Foto: Wikimedia, Ryan Bayona

P.S. Nach einer Idee von Carsten Meissner – Danke!
 
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