rote Rose10Lieber spät, als gar nicht – so mögen die hochbetagten Brautleute gedacht haben, als sie ihren Priester Cristian Rivera fragten, ob er sie kirchlich trauen würde.

Ihre gemeinsame Geschichte begann, als José Manuel Riella und Martina López vor 80 Jahren einander kennen und lieben lernten. Und zwar in ihrem Heimatdorf Santa Rosa, zirka 250 Kilometer nördlich von Venezuelas Hauptstadt Asunción.

Zuerst lebten sie einfach so zusammen. Vor 49 Jahren – als sie bereits Kinder und Enkelkinder hatten – heirateten sie standesamtlich. Da währte ihre Beziehung bereits einunddreissig Jahre.

Anfang dieser Woche wollten der 103-jährige Bräutigam und die 99-jährige Braut wohl endlich Nägel mit Köpfen machen. Und feierten die kirchliche Hochzeit im Garten ihres Hauses in Santa Rosa. Zusammen mit den inzwischen acht Kindern, 50 Enkeln, 35 Urenkel und 20 Ur-Ur-Enkeln. Für den Priester war es ein Novum, so ein gereiftes Paar zu vermählen. Die Braut trug ein langes, weisses Kleid. Der Gatte ein weisses Hemd und eine elegante Anzughose. Er sass bei der Zeremonie im Rollstuhl.

Das Paar schwor sich bei der Feier ewige Liebe. Martina Lopez war nach der Trauung ganz gerührt und freute sich, dass sie nun den Segen Gottes für ihre Liebe erhalten hätten.

Hier sieht man ein Foto von den Beiden…

P.S. In unserem modernen Zeitalter, in dem immer weniger Menschen verbindlich ihre Liebe dokumentieren, fällt so ein Wunsch nach dem Segen Gottes für eine Ehe doch besonders ins Auge. Ich bin sicher, dass der Allmächtige dem Paar in Venezuela seine Gunst in der nächsten Zeit noch erweisen wird…

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