Boston-ehrlicher FinderSolche Geschichten hört man gerne, oder?

Ein Obdachloser in Boston – Glen James – war in einem Kaufhaus unterwegs. Plötzlich sah er einen herrenlosen Rucksack. Als James ihn öffnete staunte er nicht schlecht:

Neben einem Ausweis fand er 2400 Dollar in Bar und zirka 40.000 Dollar in Reisechecks.

Der 54-jährige, der seit acht Jahren auf der Strasse lebt, überlegte nicht lange, packte das Geld wieder in den Rucksack und brachte diesen direkt zum nächsten Polizeirevier. Diese Geschichte machte natürlich die Runde. Der Polizeichef von Boston, Ed Davis, ehrte den ehrlichen Finder, veranstaltete extra eine Feier.

Das Internet machts möglich

Als Ethan Whittington – ein Mittzwanziger – Buchhalter aus Virginia davon erfuhr, startete er – dem Internet sei Dank! – eine Spendenaktion für diesen ehrlichen Obdachlosen. Bis heute (Freitag) sind schon über 120.000 Dollar aus allen möglichen Quellen zusammengekommen, die Glen ein neues Leben ermöglichen werden. Auf der Website gofundme.com haben schon über 40.000 Menschen  gespendet, manche sogar Computer, Kleider, Wohnungen. Sogar aus Paris kam das Angebot: „Wenn Sie (Glen Davis) jemals nach Paris kommen, überlasse ich Ihnen mit Freuden meine Wohnung“ schreibt jemand auf der Website.

Es gibt sie noch

Whittington, der die ganze Spendenaktion für den für ihn Unbekannten ins Leben gerufen hat, war bei einem Telefonat von dessen Ehrlichkeit begeistert. Denn der Finder hatte erzählt, dass ihm nie in den Sinn gekommen wäre, einen Penny aus dem Rucksack zu entwenden.

Er hätte ihm das Vertrauen in die Menschlichkeit zurückgegeben, es würde sie doch noch geben, meinte er.

Die Aktion auf gofundme.com läuft übrigens noch weiter – man kann dort verfolgen, wie oft Spenden dazukommen. Tolle Aktion, vom Obdachlosen und vom Spendeninitiator.

PS: Unrecht erworbener Besitz schadet nur, aber Ehrlichkeit rettet vor dem Verderben.“ (Sprüche 10,2)

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