Es war bei einem Kindergartenausflug. Der kleine Jannic spielte mit anderen Kindern im Wald bei Salzhemmendorf (Niedersachsen). Bei einem Holzstapel gab dieser plötzlich nach – und Jannic rutschte zwischen den Stämmen in einem stillgelegten tiefen Bergwerksschacht.

Seine Erzieherin, die 37-jährige Ina K., sprang dem Jungen einfach in dieses Erdloch hinterher. Ins Dunkle. Ohne zu wissen, wie tief dieser Schacht wäre. Und er war tief – 25 Meter wurde später gemessen.

Beide, Jannic und Ina K. hatten „Glück“, wie die Feuerwehr später feststellte. Jannic wurde von dem in der Grube stehenden Wasser aufgefangen. Und der Fall der Erzieherin wurde wohl von dem Wurzelwerk unter dem Wasser gedämpft. Aber dann begann für sie und Jannic der Kampf ums Überleben. Immer wieder versuchte sie sich und ihren Schützling über Wasser zu halten, krallte sich an Ausbuchtungen in der Wand fest. Und versuchte, Jannic zu wärmen.

Unglaublich

Zwei Feuerwehrleute seilten sich dann in die Grube ab – und nach fast zwei Stunden wurden der Junge und die Sozialpädagogin gerettet. Danach stellte sich heraus: Jannic hat „nur“ ein paar Schürfwunden und eine Leberprellung. Und kann inzwischen – im Krankenhaus – wieder spielen. Seine Retterin hat mit Unterkühlung und ebenfalls einigen Abschrammungen unglaubliches Glück gehabt. Selbst die Experten halten den Fall für ein Wunder: „Unglaublich, dass zwei Menschen so einen tiefen Sturz nahezu unverletzt überleben“, sagt Thomas Finkeldey vom Landesamt für Bergbau.

Das Land Niedersachsen will Ina K. mit der Rettungsmedaille auszeichnen. Die hat sie wohl verdient, nach ihrem herzhaften Sprung in die Dunkelheit!

Mich erinnert diese Heldentat an einen anderen Retter, der sein eigenes Leben nicht schonte, um uns zu retten…
Er bekam keine Rettungsmedaille dafür. Aber wir werden ihm eine Ewigkeit dafür danken!

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