Hao berichtete vor einiger Zeit über einen Gnadenautomat, den er beim Katholikentag in Mannheim entdeckte…

Hmm – Gnadenautomat? Haben die katholischen Kollegen jetzt sowohl biblische Prinzipien optimiert als dabei auch die moderne Technik entdeckt, um geistliche Prozesse besser an den Mann, an die Frau zu bringen?
Und tatsächlich stand da dieses Automat in der Ecke. Das Prinzip mag vielleicht ein wenig an Mittelalter erinnern, an Tetzel und das „Bezahl-Selig-Heil“. Und jeder konnte es ausprobieren, seine Schuld durch wenig Geld loszuwerden.

Ein bischen Rattern gehört zum Handwerk, nachdem man sein Geldstück eingeworfen hat. Und dann spuckt der Automat eine Quittung (für die Jahressteuererklärung?) aus. Geld gegen Seelenheil, Moneten für die göttliche Gnade – gehts tatsächlich darum?

Auch wer nur scherzhaft diesen Versuch unternahm – eine richtig gute Antwort stand auf dem Quittungszettel, der den Automaten verlies:

Bist du verrückt?
Glaubst du, ich bin ein Automat,
der sich freundlich stimmen lässt,
durch Münzen,
gute Taten
oder Gebet?
Ich sehne mich nach einer
Beziehung
mit dir,
aber nicht nach einer
Geschäftemacherei.

GOTT

Einfach Klasse, wie das formuliert ist! Falls der geneigte Besucher tatsächlich gemeint hätte, hier liesse sich, wie so oft, auch mit Geld was machen, dann hat er sich gründlich getäuscht.
Und vielleicht neu ein biblischen Prinzip begriffen: Gnade lässt sich nicht erkaufen. Denn der Preis für Jeden von uns – der wurde schön längst bezahlt. Am Kreuz. Durch Jesus.

Allerdings ist auch er kein Gnadenautomat – aber er bietet seine Liebe und Vergebung an. Und Menschen haben die Chance, seine ausgestreckten Hände zu erfassen… Es geht ohne Geld, freiwillig.

 

Der Originalpost von Hao findet man hier.

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