Irgendwie schrieb sie von zweiter Geburt, Bewahrung, Unfall. Ich habe mal nachgefragt. Und hier kommt die Geschichte, wie sie vor kurzem passiert ist:

Part 1 – Losgelöst

Das Teil, ca. 70 mal 20 Zentimeter, dient zur Sicherung von Autotransporten. Und wird normalerweise gut arretiert. Aber irgendwie hatte es sich gelockert und war von der Transporterfläche geflogen. Und lag da auf der Autobahn, linke Spur. Nähe Mittellinie. Ein PKW-Fahrer sah es dort liegen – und konnte noch ausweichen. Nach ihm näherte sich ein Kleintransporter zur Personenbeförderung. Der Fahrer hatte es wohl nicht mehr gesehen und fuhr drüber. Und schleuderte es in die Luft…

Part 2 – Der neue Ford

Stefanie* fuhr mit ihrem ziemlich neuen Ford (der hat erst 1700 Kilometer hinter sich) wieder nach Hause. Ein Termin ihrer Mutter im Krankenhaus hatte die Fahrt nötig gemacht. Sie fuhr hinter diesem Kleintansporter her. Mit 100 km/h. Nicht mehr lange und sie würden wieder zu Hause sein…

Part 3 – die Kollision

Das Teil flog wie ein leichtes Stück Holz durch die Luft und knallte gegen ihre Windschutzscheibe. Aber zum Glück nicht direkt hinein, sondern es berührte auch noch die Dachkante des Fords. Dadurch wurde der heftige Aufprall gemildert. Und die Scheibe des Wagens mit ihren integrierten Heizdrähten hat die Wucht des Aufpralls auch noch abgefedert. Aber dann ergoss sich ein Regen von Millionen winzigen Scherben in Augen, Nase, Mund und Haut.

Sie wusste später nichts mehr von dem lauten Knall. Wie sie zum Stehen kam, auch nicht. Und wie sie die Polizei angerufen hat. Keine Erinnerung. Irgendwie musste sie es ganz mechanisch gemacht haben. Ihre Mutter, die konnte sich aber sehr gut erinnern. Sie sass ja neben ihr. Später war Stefanie noch in der Rettungsstelle, wurde untersucht, verarztet. Die kleinen Wunden durch die sehr kleinen Glassplitter brannten etwas. Die Augen spülte sie aus, es war ja nur Glasstaub drin…

Part 4 – Dankbarkeit

Kurz nach der dem Unfallort mündet eine vielbefahrene Bundesstrasse ein – was wäre passiert, wenn der Unfall dort passiert wäre? So gab es zwar keinen Unfallverursacher, aber auch keine weiteren Betroffenen. Sehr gute Planung von oben!

Und vor allem – Was wäre, wenn dieses Teil einige Millimeter weiter unten eingeschlagen wäre? Und die Dachkante nicht im Weg gewesen wäre? Alles Fragen, die die beiden Frauen zu tiefer Dankbarkeit brachten. Es war so knapp gewesen!

Sie möchten kein Mitleid mit dem Autoschaden oder ihrem Schrecken, ihren Verwundungen. Sondern sie wollen das Lob an Gott weitergeben, der sie durch ein Wunder bewahrt hat. Trotz allem!

*Name geändert

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