Aufregung bei allen Goldinteressenten: Es wären mal wieder gefälschte Goldbarren im Umlauf. Auch in der Schweiz. Weltweit sollen es tausende sein. In Hongkong gäbe es welche. In England hätte man welche auseinandergeschnitten – und siehe da: Im Innern wären nach Bohrungen Wolframstäbe eingesetzt worden. Diese seien durch das fast gleiche spezifische Gewicht und da sie auch nicht magnetisch sind letztendlich nicht von Gold zu unterscheiden.

Eine findige Idee der Betrüger. Denn vordergründig ist der Goldaustausch mit Wolfram schwer erkenn- und nachweisbar. Dazu gehört schon genaues Hinschauen, Messen und Prüfen. Somit kann kaum ein Käufer sicher sein, ob denn auch Gold drin ist, wenn Gold draufsteht.

Das Fälschen von Goldschmuckstücken ist keine neue Erfindung. Gängig bisher waren auch Ringe oder Ketten, die aus Blei gegossen wurden. Danach kam ein Goldüberzug als Schicht darüber, die so dick sein musste, dass sie den Abriebtest besteht. Dabei wird auf einer Schieferplatte das Gold angerieben. Der Abrieb wird mit einer speziellen Säure bestrichen. Die unedlen Legierungsmetalle werden von der Säure zersetzt, und übrig bleiben die Goldanteile – vorausgesetzt, es handelt sich wirklich um Gold.

Echt? Unecht?

Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt. (Matt. 7,21)

Es gibt klare Kriterien – in der Goldbranche genauso wie im geistlichen Leben. Für das, was echt ist. Natürlich kann ich mir ganz schnell und ganz gut christliches Vokabular antrainieren. Und wenn ich nicht auf den Kopf gefallen bin, dann gelingt es mir sicher, einfältige Gemüter zu hintergehen, ihnen vorzuspielen, dass ich es ernst meine mit meinem Glauben. Und mich dabei vielleicht selber erfolgreich hinters Licht führe. Mir sozusagen in die Tasche lüge.

Haben wir das nicht schon öfters erlebt, wie der fromme Strahlemann (oder auch die Strahlefrau) scheinbar die Regeln und Prinzipien des Reiches Gottes perfekt beherrscht? Zumindest mit seinem Mund. Aber dann gibt es noch das unbestimmte Gefühl des Beobachters, dass mit dem Kerl irgendwas nicht stimmt. Vielleicht können wir es gar nicht genau bestimmen. Finden nicht die klaren Worte, was genau da nicht stimmen mag. Wenn jemand die Gabe der Unterscheidungen der Geister hat, zeigt ihm Gott vielleicht konkreter, wo das Echte aufhört und die Täuschung anfängt.

Im Schmelztigel

Gold wurde in der Vergangenheit oft geläutert. Solange erhitzt, bis unreine Zusätze sich auf der Oberfläche ablagern und entfernt werden. Je öfter geläutert wurde, desto reiner war dann das Endergebnis. Ähnlich geht es im Leben mit Gott auch zu. Immer wieder mal schickt er seine Leute in schwierige Situationen, lässt Schweres zu. Nicht, um uns zu plagen. Sondern zu läutern.

Bei jeder „Goldmauschelei“ kommt es einmal zu Situationen, wo es auch Aussenstehenden ganz klar wird, was echt ist. Und was nicht. Irgendwann reicht die Kraft nicht mehr aus, Täuschungen aufrecht zu halten. Dann kommt das Wahre ans Tageslicht.

Ein ernster Gedanke? Sei’s drum – aber auch hilfreich, sich gar nicht erst auf Fälschungen einzulassen. Sondern den Herrn immer wieder neu zu bitten, dass wir ein wahrhaftiges Leben führen. So wie DER, nach dem wir uns nennen, es einmal gesagt hat:

Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du? Jesus sprach zu ihnen: Durchaus das, was ich auch zu euch rede. (Joh. 8,25)

Bei ihm bestand keine Diskrepanz zwischen seinen Aussagen und seinem praktischen Alltag. Worte und Charakter waren in Übereinstimmung. Das wäre doch auch für uns ein lohnenswertes Ziel… Keine Wolfram-Anteile, sondern nur noch Gold…

Foto: 20minuten.ch

Weitere Details zu Goldfälschungen auf dem Blog von silberguru.

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