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In Ramat Gan haben die Briefträger im Auftrag christlicher Missionen das Neue Testament verteilt. Zu jeder Haustür, zu jedem Briefkasten mussten sie, wie sich schnell herausstellte, das Neue Testament in hebräischer Sprache bringen.

Offensichtlich handelte es sich um einen Massenversand mit automatisch gedruckten Serienadressen. Die Briefträger wehrten sich dagegen und erhoben Einspruch, gegen ihren Willen christliche Mission zu betreiben.

Sie kontaktierten religiöse Knessetabgeordnete, die darauf bestanden, die Affäre rechtlich zu überprüfen. Aber als staatliche Institution ist die israelische Post zur Verteilung verpflichtet, und so wurden 24 Stunden später alle Neuen Testamente trotz Kritik ausgeteilt.

„Normalerweise verteilen wir alle mögliche Werbung. Auch, wenn sie uns nicht gefällt. Aber nicht das Neue Testament“, erklärten Briefträger auf israelischen Webseiten.

Interessant waren die über 600 Talkbacks unter dem Onlineartikel von Ynet. Dabei waren Pro und Kontra hinsichtlich der Aktion relativ ausgewogen:

    • „Wer bestimmt, was wir lesen dürfen, die Briefträger?“
    • „Missionare, raus aus Israel“
    • „Ich möchte auch ein Neues Testament“
    • „Das Buch landet bei mir im Papierkorb mit dem übrigen Werbematerial“
    • „Die Briefträger rebellierten, nur weil sie keine schweren Bücher schleppen wollten“
    • „Christen, lasst uns endlich in Ruhe!“
    • „Das Neue Testament (Bund) ist keine christliche Erfindung, sondern eine jüdische aus dem Alten Testament, Jeremia 31“
    • „Hallo, ich habe kein Buch bekommen, möchte auch eins“.

Quelle: israel heute – Newsletter vom 08.03.2012

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