Kürzlich trafen wir ihn wieder. Ehemann, Vater, Musiker und Leiter einer Gebetskommunität. Es ist immer gut, mit ihm zusammen zu sein.

Der Austausch befruchtet, seine ausgestrahlte Ruhe „erzählt“ uns, wie eng er mit Gott Kontakt hat.

Auf unsere Nachfrage, wie es ihm ginge und wie er den vielfältigen Belastungen des Alltags standhält, antwortete er:

„Ich habe ein „Geheimnis“ – ich nehme mir immer wieder mal, wenn es geht, einen Tag frei, um nur mit Gott zusammen zu sein. Zeit für Gebet, Hören auf Gott, Bibel lesen, meditieren. Und dazu kenne ich einen alten Schäferwagen, den ich dazu benutzen darf. Abseits vom Alltagstrubel finde ich dort die notwendige Ruhe, die Umgebung, mich auf das Jenseitige zu konzentrieren und Austausch mit dem Allmächtigen zu pflegen.“

Hmm, vielleicht sagst du jetzt: Nicht jeder hat mal eben einen Schäferwagen an der Hand. Okay, es muss ja nicht so ein alter Rollkasten sein.

Varianten

Es gibt ja auch andere Varianten, um abzutouren und das Ohr und Herz frei zu haben für den wichtigsten Austausch und Kraftschöpfen, den es im Leben gibt – die Gemeinschaft mit Gott.

  • Da gibt es „Tage der Stille“, die jeder Arbeitnehmer im Jahresplan einbauen kann.
  • Da kann die vielbeschäftigte Mutter immer mal wieder einen Babysitter organisieren, um für ein paar Stunden mit Jesus und sich allein zu sein.
  • Da darf der Wecker morgens ruhig mal eine halbe Stunde eher klingeln, um vor aller Hektik des Tages Online zu sein.
  • Da kann auch ruhig mal der Fernseher in den „Parkmodus“ gehen, um nicht immer kostbare Zeit zu absorbieren.
  • Da kann man die Mittagspause in der Firma zu einem Gebets- und Austauschspaziergang nutzen und verzichtet mal auf den Austausch mit Kollegen über Tagesthemen.

Jesus

Jesus war der Beter umhin. Er „brauchte“ den ständigen Kontakt mit dem Vater, war abhängig von ihm, holte sich Rat und Hinweise. Bevor er sein Team für die nächsten drei Jahre auswählte, verbrachte er eine ganze Nacht im Gebet!

Es begab sich aber zu der Zeit, dass er auf einen Berg ging, um zu beten; und er blieb die Nacht über im Gebet zu Gott.“ (Luk. 6,12)

Einmal sagte er auch von sich selbst, dass er ständig im Gebet sei. Kraft zu tanken, Gemeinschaft zu pflegen war lebensnotwenig für ihn. Dann sollte es das auch für uns, für dich und mich, sein!

Übrigens

Unser Bekannter erzählte auch noch, dass ihn sogar manchmal seine Frau auffordert, mal wieder seinen Schäferwagen aufzusuchen. Und zwar dann, wenn sie merkt, dass er nicht mehr so richtig „funktioniert“. Sie weiss, dass ihm der ruhige Austausch mit Gott auch insgesamt gut tut… 🙂

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

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