Wir stehen in der Küche, bereiten das Mittagessen vor. Unser Sohn sollte/wollte eigentlich den Salat zubereiten. Putzen, schneiden, waschen. Aber irgendwie klappte es damit nicht so richtig. Obwohl er sonst gerne mal kocht, sich also in der Küche auskennt.

Aber dann stockt er wieder mit seinen Tätigkeiten. Erzählt dauernd. Und schaut aus, als ob er nicht richtig anwesend wäre. Oder nicht ganz zurechnungsfähig.

Verliebt

Bis es uns allen klar wird: Nein, er ist nicht krank oder so. Er ist einfach verliebt! Frisch verliebt sogar. Und das, obwohl er schon einige Jahre glücklich verheiratet ist!

Die neue „Ziel“person, die seine Welt in rosarotes Licht taucht, heisst Kianu. Ein paar wenige Tage alt. Klein. Stuppsnase. Friedlicher Gesichtsausdruck. Entspannter Schlaf. Gegenstand der Verliebtsein-Attacke seines Vaters. Und der Mutter. Beide  erleben zum ersten Mal, wie die Welt sich plötzlich ganz anders dreht. Freundlicher. Spannender. Inhaltsreicher. Und alles nur wegen dieses kleinen Mannes, gerade mal einen halben Meter lang…

Für ihn tun die jungen Eltern alles. Sorgen für weiche Unterlagen, Wärme und Nahrung. Auch die Hebamme schaut vorbei, gibt Tipps, hilft. Nachts nimmt der Vater den neuen Erdenbürger zu sich – beide schlafen zusammen. Frisch verliebt eben…

Der andere Vater

Wir staunen ebenfalls über die kleinen Gliedmassen, das glückliche Seufzen, das Stirnerunzeln im Schlaf. Man kann ihn stundenlang anschauen, diesen neuen Erdenbürger. Ein Wunder der Schöpfung. Nein, ein Wunder Gottes!

Und wir stellen uns vor, wie ER, der allmächtige Gott, genau so verliebt ist in jedes seiner Geschöpfe, die er geplant und kreiert hat. Und das kannst du auch ganz persönlich für dich in Anspruch nehmen:

  • Sein Vaterauge wacht über dich, ob du schläfst oder wach bist.
  • Er ist über jeden Pulsschlag von dir interessiert.
  • Er beobachtet dein leises Lächeln – oder auch dein Stirnrunzeln.
  • Er hört das leise Knurren deines Bauches, aber auch jeden leisen Atemzug.
  • Er sieht, wie du die Finger zu Fäusten ballst – oder sie entspannt an deine Wange legst.
  • Er umarmt dich, ohne dich einzuengen – einfach, damit es dir gut tut.

Gewiss gibt es noch viel mehr Situationen und Gelegenheiten, bei denen du sicher sein kannst, dass er dich total liebt:

„Seht, welch eine Liebe hat uns der Vater erwiesen, daß wir Kinder Gottes heißen sollen!“ (1. Joh.3,1)
„…denn der Vater selbst hat euch lieb!“ (Joh. 16,27)

Und das ist doch eine tolle Sache, dass der allmächtige Gott dich so speziell ansieht, sich Zeit für dich nimmt.

Und – so wie unser Sohn in seinen Kianu – immer frisch verliebt in dich ist.

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