Ein paar vorweihnachtliche Gedanken…

Und Staunen ergriff alle, und sie verherrlichten Gott und wurden mit Furcht erfüllt und sprachen: „Wir haben heute unglaubliche Dinge gesehen.“ (Luk. 5,26)

Eine Bekannte von uns benutzt gerne diesen Ausdruck, wenn etwas Erstaunliches in ihrem Umfeld geschieht: „Unglaublich!“

Das haben auch Leute zurzeit Jesu gesagt, als ein Gelähmter von vier Freunden getragen auf recht unkonventionelle Weise von oben durchs Dach zu ihm heruntergelassen – und geheilt wurde: „Hier passieren unglaubliche Dinge!“

Unglaubliches passierte zu der Zeit, als Jesus lebte. Aber auch lange vorher. Und auch danach. Da waren die großen und kleinen Wunder der Abrahams, der Moses und der Elias – und wie sie alle hießen. Sie lebten ihr normales Leben, erfuhren aber im Vertrauen auf den Allmächtigen unglaubliche Hilfen, Zeichen und Wunder.

Aber auch in der Ära der beginnenden Kirche erlebten Menschen die Präsenz Gottes auf eine oft übernatürliche – weil göttliche – Art. Und wenn der große Gott im Himmel in unser kleines Leben auf der Erde eingreift, dann können wir oft nur noch staunen und den bewundern, der so unglaubliche Dinge immer wieder tut.

Tut? Gelten diese Erlebnisse mit Gott nur alten Zeiten der Wüstenwanderung oder später den Zeiten der Apostelgeschichte? Zehren wir am Ende des Jahres 2010 von den alten Geschichten, die mit der Zeit und Gewöhnung fast zu verklärten netten Märchen werden?

Für mich ist die unglaublichste Geschichte aller Zeiten das Projekt Gottes, in welchem er vorhatte, seinen Geschöpfe gleich zu werden (Phil. 2, 7), ganz Mensch zu sein, um sich dann für sie zu opfern. Gott verließ seinen Wohlfühlbereich, den Himmel, um auf der Erde zu leben, zu arbeiten, zu leiden und zu sterben. Unglaublich!

Keine Religion der Erde bietet so eine Lösung an: Entweder thronen die Götter weit oben, weit weg oder aber Menschen müssen viele Anstrengungen machen, um den Zorn und Unmut dieser Götter zu besänftigen. Deswegen ist ja auch das Christentum keine Religion, kein Gedankenkonstrukt – sondern das Ergebnis einer unglaublichen Tat der Liebe! Christen müssen nicht zuerst Gebote erfüllen, viele gute Taten vollbringen. Nein, sie dürfen sich lieben lassen von einem unglaublichen Gott, der Mensch wurde.

Weihnachten ist in der ganzen Weltgeschichte der unglaubliche Zeitpunkt, an dem der Himmel die Erde berührt, das Herz Gottes sichtbar und fühlbar in unsere Umstände kam.

Ich wünsche dir und mir, dass wir uns trotz aller Hektik, aller Termine, aller Zukunftspläne wieder neu überraschen lassen von der Einzigartigkeit der unglaublichen Liebe Gottes, die er in Jesus gezeigt hat und zeigt.

Mit lieben Grüssen,
Andreas

P.S. Jesus Christus ist übrigens immer noch derselbe wie in den biblischen Erzählungen. Er hat die gleiche Kraft, er ist immer noch allmächtig, weiß immer noch über Jeden und Jede genau Bescheid, kennt ihre Umstände, hat immer noch ein unglaublich großes Herz voller Liebe und will immer noch mit Majestät und Herrlichkeit Großes in deinem Leben tun.

Heute.
Morgen.
Im nächsten Jahr.

Unglaublich, oder?

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