Er ist Babtistenpastor. In Lörrach, der Stadt, die seit letztem Sonntag weltweit in die Schlagzeilen rutschte. Jürgen Exner ist auf einem Grillfest. Als er die Explosion hört, läuft er mit einem anderen aus der Gemeinde los. Menschen laufen durcheinander. Da kommt ihm eine Frau entgegen. Sie schauen einander an. Dann greift die Frau in ihre Handtasche und zieht eine Waffe heraus. Sie zielt auf Exner, drückt ab.

Der Babtistenpastor kann sich noch wegdrehen, da trifft ihn die Kugel, die ihren Weg durch seinen Körper nimmt. Ernst Barth, ein Gemeindemitglied der dazukommt, wird durch einen Streifschuss am Kopf getroffen. Danach geht die Amokläuferin weiter in Richtung Krankenhaus, in dem sie später weiterschiesst und auch selbt den Tod erleidet.

Exner kann noch die Polizei informieren, die sofort handelt…

Nein, der Pastor verspürt keinen Hass auf diese Frau, würde immer wieder in ähnlicher Situation so handeln. Er habe sich auch sicher in Gottes Hand gefühlt, auch bei den Schüssen dieser Frau.

Wunder

Für ihn ist es ein Wunder, dass die drei Verletzten mit dem Leben davon gekommen sind. Bei Exner hatte sich die Kugel elf Zentimeter weit in den Rücken gebohrt, aber nicht die Wirbelsäule verletzt, sondern sich quasi um diese herum gedreht.

Bei Ernst Barth wäre es auch anders ausgegangen, wenn die Kugel zwei Zentimeter tiefer eingedrungen wäre.

Hier gehts zum Artikel über Jürgen Exner

Für uns, die wir ja in ziemlicher Nähe des Geschehens den Abend verfolgten, bleibt die Dankbarkeit, dass trotz der Tragik des Geschehens viele kleine und grosse Wunder passiert sind.

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