Ich habe ihn auch öfters in meinem Geldbeutel – den schweizerischen „Fünfliber“. Für alle weiter weg Wohnenden: So nennen die Eidgenossen ihr 5-Franken-Stück. Es ist die grösste Münze, danach kommen nur noch Geldscheine.

Aber was hat das mit Gott zu tun, wird jetzt mancher fragen. Der „Fünfliber“ ist etwas Besonderes. Ich meine nicht durch seine Legierungsbestandteile oder das Schweizer Kreuz in seiner Prägung. Auch nicht den merkwürdigen Bauersmann, den Viele mit Wilhelm Tell identifizieren, der eidgenössischen Kultgestalt.

Trotz Rand im Zentrum

Die Fünf-Franken-Münze hat eine besondere Prägung auf ihrem äusseren Rand. Da steht mit erhabenen Buchstaben auf lateinisch: DOMINUS PROVIDEBIT. Getreu einer alten Tradition, auf handelsüblichen Zahlungsmitteln eine christliche Botschaft weiterzugeben. So wiesen z. B. die Münzen des Standes Zürich die Devise „DOMINE CONSERVA NOS IN PACE“ (Der Herr bewahre uns in Frieden, Jesaia 26, 12) auf. Wir kennen das ja auch von den amerikanischen Scheinen (und auch Münzen), auf denen steht: „In God We Trust“…

Dominus providebit

Woher kommt eigentlich dieser Spruch? Es war in der Zeit, als Abraham sein wohl schwersten Gang mit seinem Sohn Isaak auf sich nahm (nachzulesen in 1. Mose 22). Das schmerzhafte Opfer vor sich antwortet der Vater auf die Frage seines Sohnes, woher denn das Opferlamm für die geplante Opferung kommen sollte: „Gott wird für ein Lamm zum Brandopfer sorgen“ oder in Kurzform: „Gott wird vorsorgen.“ Abraham vertraute so fest dem Versprechen Gottes, dass er überzeugt war, dass Gott entweder Isaak aus den Toten wieder auferwecken würde oder zumindest einen Stellvertreter für seinen Sohn vorbereitet hätte. Deshalb: Gott wird vorsorgen!

Und heute?

Wie stark vertrauen wir als Christen der heutigen Zeit eigentlich auf das Versorgen, auf das Vorsorgen unseres himmlischen Vaters? Sind solche Aussagen, die Jesus im Neuen Testament (Lukas 12) machte, noch relevant für uns?

„Darum sage ich euch: Sorgt nicht um euer Leben, was ihr essen sollt, auch nicht um euren Leib, was ihr anziehen sollt. Denn das Leben ist mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung. Seht die Raben an: sie säen nicht, sie ernten auch nicht, sie haben auch keinen Keller und keine Scheune, und Gott ernährt sie doch. Wie viel besser seid ihr als die Vögel! Wer ist unter euch, der, wie sehr er sich auch darum sorgt, seines Lebens Länge eine Spanne zusetzen könnte? Wenn ihr nun auch das Geringste nicht vermögt, warum sorgt ihr euch um das andre? Seht die Lilien an, wie sie wachsen: sie spinnen nicht, sie weben nicht. Ich sage euch aber, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen. Wenn nun Gott das Gras, das heute auf dem Feld steht und morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wie viel mehr wird er euch kleiden, ihr Kleingläubigen!“

Ein Tipp

Ein Fünfliber im Portemonnaie kann dich daran erinnern, dass sich das Umsorgen seiner Geschöpfe für Gott nicht gewandelt hat. Sein Versprechen ist stärker als jede Finanzkrise, Arbeitslosigkeit oder heimliche Angst, mit dem Einkommen nicht mehr auszukommen. Hin und wieder mal einen Griff zum schweizerischen 5-Franken-Stück kann den Blick wieder zum Himmel richten…

 

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