Im schweizerischen Lausanne ist ein Postbeamter entlassen worden. Weil er nicht alle Postsendungen ausgetragen hat. Soweit kann man die Entlassung nachvollziehen.

Prickelnd allerdings die Tatsache, dass die verweigerten Sendungen Werbeflyer von einem Erotikmarkt waren, auf denen für Dessous, Sexspielzeuge und Pornofilme geworben wurde. Der Postbeamter – überzeugter Christ – meinte, dass die Sendungen legal, aber unmoralisch seien.

Da es auch nach Aussprachen keine Lösung gab, musste die Post die Entlassung aussprechen, denn es könne nicht sein, dass jeder Beamte selber entscheiden würde, was er zustellt – und was nicht.

Soweit die Nachricht. Interessant, wie Leser von „20-Minuten“ darauf reagieren. Die einen meinen: „Endlich mal ein Mann, der was Konkretes tut gegen die Entmoralisierung unserer Gesellschaft.“ Andere meinen, „dann hätte er nie bei der Post anfangen dürfen.“ Wieder andere begrüssen den sozialen Ungehorsam eines Einzelnen, damit auch Andere den Mut hätten, wieder mehr gegen die Versexung der Gesellschaft aufzustehen. Auch die Post steht unter Kritik, dass sie nur auf Profit aus sei, egal, mit welchen Sendungen auch immer…

Und ich? Einerseits hat der junge Mann nun Probleme, sich und seine kleine Familie (er hat ein kleines Baby) zu ernähren bzw. einen neuen (Post) Job zu finden. Andererseits finde ich es Klasse, dass er zu seinen christlichen Überzeugungen steht!

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