Bunte WeltEigentlich dachte ich ja immer, dass ich die „Hauptgeschichten“ in der Bibel kenne. Aber denkste, denn kürzlich wurde ich eines anderen belehrt…

Das Buch der Richter ist eher eine düstere Lektüre, weil die Geschichte(n) immer nach demselben Schema verlaufen:

  • Das Volk Israel macht, was es will.
  • Sie hören nicht auf Gottes Grundsätze und Hinweise.
  • Gott lässt sie Schweres erleben, will sie aufrütteln.
  • Sie fangen an, um Hilfe zu rufen.
  • Gott schickt einen Retter, Richter, der sie aus dem Schlamassel herausführt.
  • Alles wird gut.
  • Dann fängst wieder alles von vorne an…

Als ich mich da so „durcharbeite“, gelange ich auch in Kapitel 17 zu der Geschichte von Micha, die ich scheinbar vorher noch nie las. Und sie packt mich, weil es verblüffende Parallelen zu heute gibt.

Wofür Geld so alles zu gebrauchen ist

Micha bestiehlt seine Mutter. Und gesteht ihr sein Fehlverhalten, gibt das Geld zurück. Diese gibt einen Teil der Summe einem Goldschmied, der ein Bildnis anfertigt. Und fertig ist schon mal ein wichtiger Teil eines Götzendienstes. Dazu kamen noch ein Ephod und ein Terafim. Dann wird noch ein Sohn von Micha zum Priester geweiht – und schon hat man eine neue Religion. Denn der Weg zum „richtigen“ Heiligtum, der Stiftshütte in Silo, der war ihm zu weit. Warum nicht was selber auf die Beine stellen.

„Zufällig“ kam dann noch ein wohnungsloser Levit vorbei, den er für ein gutes Handgeld als persönlichen Priester einstellte. Gott meinte es gut mit ihm – so meinte er.

Es kommt anders

Allerdings ändert sich die Situation später, als auch Andere auf den Geschmack kommen, dem Levit mehr Geld anbieten, damit er für sie zur Verfügung stehen sollte. Karriere ist immer gut, dachte der junge Mann und nahm die Gelegenheit wahr, einen grösseren Wirkungskreis zu bekommen.

Allerdings endet die Geschichte noch ziemlich blutig, aber das sollte man selber nachlesen…

Und heute?

Wenn man diese alte Geschichte mit heute vergleicht, dann könnte es viele Parallelen geben. Aber nein, Beispiele lasse ich mal eben vor.

Aber vielleicht hast du beim Lesen markante Erlebnisse, die obige Geschichte in der Moderne untermauern? Immer her damit – ich würde mich auf einen Kommentar freuen!

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