tranendesherzNachfolgender Auszug aus einem Emailverkehr zweier Frauen darf ich mit deren Erlaubnis hier veröffentlichen. Ich selbst war berührt von dieser Geschichte, von dem, was Gott so tut. Und möchte es gern weitergeben…

Ich muss Ihnen etwas erzählen, was geschehen ist. Etwas ganz Verrücktes, Schönes nämlich 🙂
Zuerst hatte ich Ihre Mail gelesen. Und die Stelle, wo Sie schreiben, dass Sie durch die Predigt „berührt“ worden, hat mich widerum berührt: „… Und ich spürte, ja, Gott möchte mich genau da haben, wo ich jetzt bin: In einer Familie, wo Mann und Kinder nicht an ihn glauben, wo Freunde Gott ablehnen …“

Das hat mich dann sehr beschäftigt, ich überlegte ob das nicht vielleicht auch das sein könnte, was Gott von mir möchte. Vielleicht gerade die Ehe mit meinem Mann, der teilweise so hartherzig, ablehnend , interesselos sein kann. Ob ich vielleicht da etwas bewirken kann/ soll? Aber woher soll ich das nun wissen? Ich kann nur spekulieren, aber es schien mir gar nicht abwegig. 

Ich ging nachts schlafen, betete. Bat Gott um einen Weg, dass er mir in meiner Situation zeigt was ich tun soll. Und ich bat ihn um mehr Liebe, meinen Mitmenschen – auch meinem Mann gegenüber. Und hatte im Herzen – wie immer – diesen leisen Groll gegen meinen Mann, dieses Gefühl, bald aus der Ehe auszubrechen . Weil ich ihm nicht verzeihen kann und dadurch erst recht keine Liebe wachsen kann.

Und am nächsten Morgen… es war verrückt. Ich war plötzlich ganz friedlich, ruhig. es war kein Groll mehr da. Keine heimliche Aggression, keine Trennungsgedanken. Ich war noch am Tag zuvor so fest entschlossen, mich von ihm zu trennen, es war nur eine Frage der Zeit.

Und jetzt… es war so, als sei das Negativ-Konto, was mein Mann in meiner Seele die letzten Jahre aufgebaut hatte, plötzlich „gelöscht“. Ich glaube, ich habe ihm plötzlich – über Nacht – all die Verletzungen verziehen, die in den letzten Jahren in meinem Herzen zusammengekommen waren. Jedenfalls bin ich – bis heute – völlig frei von schlechten Gedanken ihm gegenüber.

Klar, man könnte von „Selbsthypnose“ oder so einen psychischen Spielchen reden, aber das kann ich nicht glauben. Denn ich habe in den letzten Monaten so oft versucht, meinem Mann zu verzeihen, die Negativ-Gefühle über Bord zu werfen, und es ging einfach nicht. Und plötzlich, aus heiterem Himmel, nach einem Gebet zu Gott, ist es auf einmal wahr geworden! Das ist doch sehr „verdächtig“ , oder?

Es ist einfach toll. Und diesmal glaube ich wirklich, dass Gott das bewirkt hat. Es ist sicher noch nicht der endgültige Rettungsanker für unsere Ehe, aber sie hat nun endlich eine reale Chance. Ich habe meinen Mann im Herzen verziehen, nicht nur mit Worten wie bisher. Ich habe plötzlich das Gefühl, dass ich nichts weiter dazu tun muss. wenn Gott will, dass die Ehe beendet werden soll, wird er es geschehen lassen, wie auch immer. Und wenn er will, dass ich mit meinem Mann zusammenbleibe, wird er es ebenfalls tun. Es ist sehr tröstlich, dass ich nicht allein verantwortlich bin, unbedingt jetzt die Weichen stellen muss. Gott wird das für mich tun, ich muss mich nur auf ihn verlassen 🙂

Zurück zu diesem Morgen: Mein Mann war dann aufgestanden und ich fragte ihn, ob wir nicht mal zusammen mit den Kids spazieren gehen könnten nachmittags. Meistens will mein Mann nicht, diese ablehnende Reaktion bin ich gewohnt. Aber diesmal sagte er auf sehr nette Weise, dass er mitgehen würde, auch wenn ich merkte, dass er nicht so viel Lust dazu hatte. Über diese Reaktion meines Mannes freute ich mich dann umso mehr, es war, als wollte mir Gott damit noch bestätigen, dass es wirklich mit unserer Ehe weitergehen soll.

Vor zwei Tagen fand ich die Tageslosung so toll:

Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht. Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen. Hebräer 11,1-2

Ein „Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ – das find ich toll beschrieben!

Advertisements