DSC04033Manchmal sieht man die Früchte seiner Bemühungen selten oder gar nicht. Das kann frustrieren. Besonders wenn sich Menschen im christlichen Bereich einsetzen. Anderen Menschen nachgehen, Zeit investieren, sich um ihre Seele und/oder soziale Belange kümmern. Und der Andere sich scheinbar nicht ändert, seine Denkstrukturen beibehält. Oder wenn Mütter in bestimmten Lebensphasen ihrer Kinder zu dem Schluss kommen: „Die werden wohl nie erwachsen!“

Manchmal denke ich das auch beim Schreiben solcher Blogbeiträge: Was bringt es eigentlich? Wer liest das schon? Und wenn, bringt es ihr/ihm neue Anregungen, Erkenntnisse? Macht es Mut? Gibts neuen Motivation fürs tägliche Leben? Das hier ist seit Beginn dieses Blogs „Mein Gott und die Welt“ der 200.ste Beitrag – und dann kommt schon mal die Frage auf: Lohnt sich eigentlich der Einsatz? Zeitlich und auch inhaltlich? Liest das überhaupt jemand? – Okay, einige schon, das kann man ja der Statistik entnehmen:-). Aber macht es Sinn und bleibt davon was übrig…?

Es gibt einen Bibelvers, der mir diesbezüglich schon manchmal Mut gemacht hat, in Bemühungen nicht aufzugeben:

Wirf dein Brot hin auf die Wasserfläche! – denn du wirst es nach vielen Tagen wieder finden! (Prediger 11,1)

Brot kann hier ein Bild von Hab und Gut, Möglichkeiten und Finanzen sein, aber auch ein Bild von Gottes Wort, von seinen Gedanken, die man weitergeben kann, darf, soll.

Und Gott ermutigt sozusagen, in den Bemühungen nicht nachzulassen, sondern immer neu zu investieren: in Beziehungen, in Gefühle, im Gutestun für Andere, im Interesse zeigen, im Trösten, im Dasein für solche, die es gerade brauchen. Und dann kann es sein, dass lange Zeiten vergehen, in denen wir keine Früchte sehen – aber diese Zeit ist auch begrenzt. Die Ergebnisse werden sichtbar werden. Das ist so, wie wenn man im Frühjahr einen Sonnenblumenkern sät – und erst im Spätsommer kann man sich an der grossen Sonnenblume erfreuen.

Auch bei unseren Kindern erleben wir erst jetzt so richtig, dass sich die Jahrzehnte Investition gelohnt haben. Und wir müssen daran denken, dass all die schlaflosen Nächte, das Windlwechseln, das Lachen und Weinen, die Freude und die Ermahnungen letztendlich nicht umsonst waren. Das ist ein guter Gedanke. Und lehrt immer wieder, dass es unsere Aufgabe ist, zu säen. Gott schenkt dann Wachstum und Früchte. Das ist sein Part. Und das ist gut so!

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