wasserwunderEs gibt verschiedene „Wasserwunder“ in der Bibel. Der Durchzug durchs Rote Meer bei Mose. Dass Wasser zu Wein wurde bei Jesus.

Kürzlich las ich über ein anderes – bei Josua. Das Volk Israel war 40 Jahre durch die verschiedensten Gegenden und Wüsten gezogen. Endlich standen sie vor dem verheissenen Land. Mose war gestorben, Josua in sein Amt eingesetzt worden. Auch ihm galten die Zusagen Gottes, dass er ihn unterstützen und führen wollte. Es war schliesslich keine leichte Aufgabe, die vor ihm lag…

Aber da war noch dieser Jordan zu überqueren. Und gerade führte er Hochwasser, war ziemlich breit und angeschwollen. Wie sollte man diesen Fluss als 2-Millionenvolk durchqueren? Aber da war ja noch der Herr, der hilfreiche Anweisungen gab:

Josua 3,7-8:
Und der Herr sprach zu Josua: Heute will ich anfangen, dich vor ganz Israel groß zu machen, damit sie wissen, daß ich mit dir sein werde, wie ich mit Mose gewesen bin. Du aber gebiete den Priestern, welche die Bundeslade tragen, und sprich: Wenn ihr bis an das Wasser des Jordan kommt, so bleibt im Jordan stehen!

Ja – bitteschön – wie soll das aber gehen, im Jordan zu stehen, wenn da das viele Wasser ist? Irgendwie müssen diese Leute damals viel mehr Vertrauen zu Gottes Ideen gehabt haben, als wir heute. Die gingen nämlich einfach los, so nach dem Motto: Schaun wir mal, was passiert…!

Josua3,14-17:
Als nun das Volk auszog aus seinen Zelten, um über den Jordan zu gehen, und die Priester die Bundeslade vor dem Volk hertrugen, und als die, welche die Lade trugen, an den Jordan kamen, und die Priester, welche die Lade trugen, ihre Füße am Flußrand in das Wasser tauchten (der Jordan aber war überall über die Ufer getreten während der ganzen Zeit der Ernte), da stand das Wasser, das von oben herabkam, aufgerichtet wie ein Damm, weit entfernt bei der Stadt Adam, die neben Zartan liegt; aber das Wasser, das zum Meer der Arava hinabfloß, zum Salzmeer, nahm ab und verlief sich völlig. So ging das Volk hinüber vor Jericho. Und die Priester, welche die Bundeslade des Herrn trugen, standen fest auf dem Trockenen, mitten im Jordan; und ganz Israel ging auf dem Trockenen hinüber, bis das ganze Volk den Jordan völlig überschritten hatte.

Tatsächlich belohnt Gott ihren Glauben – denn als ihre Fusssohlen am Flussrand (vielleicht zaghaft?) das Wasser berührten, geschah das Wunder, dass sich der Jordan 25 Kilometer weiter nördlich staute und sie alle durchs Flussbett hindurchgehen konnten. Und die Priester standen tatsächlich mitten im Fluss, wie vorausgesagt…

Ich finde diese Geschichte so Klasse und bezeichnend, Vertrauen auf Gottes Zusagen zu wagen. Loszulaufen und ihm zu glauben, das ist unser Part. Sein Part ist, seine Zusagen zu halten und mal wieder ein Wasserwunder (oder ein anderes) zu kreieren.

Aber ich finde es auch herausfordernd, ohne vorher alles geplant und abgecheckt zu haben (Kontrollverlust!), sich mit Gott auf die Reise zu begeben!

Advertisements