computerZu meinen Aufgaben gehört seit kurzem auch, bestimmte Bestellungen von Bauteilen selbst durchzuführen. Bisher war dafür explizit der „Einkauf“ zuständig gewesen. Das war für mich natürlich komfortabel: Ich übergab den Kollegen aus dieser Abteilung meine Bauteilspezifiaktionen – und um alles andere kümmerten sie sich dann.

Das ist seit kurzem ist’s – wie erwähnt – anders. Um das spezielle Bestellungsprogramm auch anwenden zu können, musste ich natürlich geschult werden. Und in solch einem Lehrgang, wenn der Instrukteur die Tätigkeiten so locker erklärt und demonstriert, da sieht ja auch alles so leicht aus. Aber dann im eigenen Üben, in der Praxis…

Nun kam mein erster „Ernstfall“ – und mit nur wenig Hilfe von den Profis hat das System alle Ein- und Angaben akzeptiert und die ersten Teile können geliefert werden. Wieder etwas Neues gelernt…

Folgendes Gespräch entstand danach mit einem Mitarbeiter des Einkaufs, der wusste, dass ich neu beim Bestellen war:

„Na, Andreas, kommst du mit dem neuen System klar?“

„Tja, ich habe kein Problem. Ich benutze die neue B-Version. Die sagt immer: Das haben Sie gut gemacht! Toll, der Schritt war richtig! Nur Mut, Sie schaffen das schon…!“

Darauf antwortet er: „Komisch, ich muss eine andere Version haben. Meine sagt immer: Was machst du da nur??? Schon wieder eine falsche Eingabe! So kann das niemals was werden…“

Soweit unser kleiner Austausch. Aber etwas blieb bei mir hängen: Verwenden wir nicht auch oft solche unterschiedlichen „Programme“ anderen Menschen gegenüber? Unseren Frauen / Männern? Kindern? Kollegen? Nachbarn? Mitchristen?

Da ist gar oft das „Kritik-Programm“ online geschaltet: “

  • Wie kannst du nur so etwas tun?
  • Warum hast du nicht rechtzeitig…?
  • Selber Schuld, wenns jetzt so kommt!
  • Mir wäre das nicht passiert!
  • Oder wie der ehemals zärtliche Ehemann, der seine Frau über vorhandene Pfützen trug nach 20 Ehejahren zu sagen pflegt: „Kaum ist da ne Pfütze, musst du Trampel auch reintreten…“

Aber man hat ja auch die Möglichkeit, das „Ermutigungs-Programm“ hochzuladen und anzuwenden:

  • Kopf hoch, beim nächsten Mal geht besser.
  • Finde ich Klasse, wie du dir Mühe gibst.
  • Ist nicht perfekt, sieht aber schon toll aus!
  • Komm, ich zeige dir noch mal, wie’s geht.
  • Wir trinken erst mal nen Kaffee zusammen, dann gehts danach leichter.

Übrigens gibts in der Bibel mehrere solche Positivprogramme zum Runterladen und Anwenden…

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