ehepaar-koehlerHallo Herr Köhler,

das war ja eben ziemlich spanndend! Die Auszählung der Stimmen heute zur Wahl des neuen Bundespräsidenten. Irgendwie war sowohl im Plenarsaal im Reichstag als auch draussen auf dem Vorplatz und sogar am Brandenburger Tor Volksfeststimmung. Also nicht so Parteiendiskussionen wie so oft in diesem Saal oder Vorwürfe an die jeweils Anderen.

Und dass es dann doch so lange dauerte lag an der mehrmaligen Stimmenauszählung. Sie waren ja mit Ihrer Frau während dessen in Ihrem Amtssitz, kamen dann erst herübergefahren.

Als Zuschauer am Fernsehgerät wuchs dann die Spannung. Zwischendurch gab es ja viele Interviews mit prominenten Politikern – alle wussten nicht, wie die Wahl ausgehen würde.

Egal – nun ist es vorbei. 613 Stimmen. genau so viel, wie es als Mehrheit braucht. Und Sie haben sich bereit erklärt, noch mal fünf Jahre für Deutschland einzusetzen. Dazu wünsche ich Ihnen gute Ideen, Fairniss, Weisheit und Gottes Segen.

Zwei Höhepunkte haben mich besonders berührt. In ihrer kurzen Antrittrede respektierten Sie Ihre Mitbewerber und versprachen, Ihr Bestes in den nächsten Jahren zu tun. Ich glaube Ihnen aufs Wort, dass Sie es ernst meinen. Denn diese Einstellung merkten wir schon in den vergangenen fünf Jahren.

Aber dann – diese tolle Liebeserklärung an Ihre Frau. Sie stockten in Ihrer Rede, suchten den Sitzplatz Ihrer Frau und riefen ihr vor all den hunderten Menschen dankbar zu: „Eva, jede Stunde mit Dir ist ein Geschenk!“ Da kamen mir die Tränen. So sollten Politiker sein. Mehr noch, Landesväter. Vorbilder und Mutmacher.

Ich danke Ihnen für diese persönlichen Worte an Ihre Frau. Das war toll, das muss ich noch mal sagen.

Und, um mit Norbert Lammert zu sprechen: „Ich wünsche Ihnen Mut und Kraft – aber vor allem Gottes Segen!“

Seien Sie herzlich aus dem Schwarzwald gegrüsst,
Ihr Andreas Meissner

Foto: Steffen Kuggler / bundespräsident

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