geldEr war 23 Jahre alt. Und fuhr in einem Caprio die Autobahn 2 bei Hannover entlang. Tolles Gefühl, tolles Wetter, toller Wagen.

Toll, das meinten wohl auch die Autofahrer, die hinter ihm fuhren, denn plötzlich flatterten ihnen jede Menge Geldscheine entgegen. Sie staunten nicht schlecht – Geld liegt manchmal wohl doch auf der Strasse…

Der Besitzer, dem die Kohle gehörte,  fands dann gar nicht lustig: er hatte das Geld gerade von der Bank geholt, wollte sich damit einen chicken Sommer-Flitzer kaufen. Dann packte er das Geld im Briefumschlag auf den Rücksitz, klappte das Verdeck auf und düste im Audi-Cabrio zur Probefahrt los.

Er hatte wohl nicht soviel Übung mit offenen Autos und rechnete nicht mit dem heftigen Fahrtwind. Dieser riess den Umschlag vom Sitzpolster – und wehte die 500-Euroscheine über alle Fahrbahnen der Autobahn! Panisch stoppte der junge Mann auf dem Seitenstreifen, rief die Polizei.

Die komplette Autobahn zwischen Herrenhausen und Garbsen wurde für 30 Minuten gesperrt. Gemeinsam mit dem geschockten Cabrio-Neuling sammelten die Beamten die Geldscheine wieder ein. Insgesamt 20.000 Euro fanden die Beamten wieder, 3000 Euro blieben allerdings vom Winde verweht.

Ungewöhnlich

Was ich so Klasse an dieser Geschichte finde ist, dass so etwas nicht alle Tage passiert. Aber es kommt eben doch manchmal vor. Man braucht ja nur aufmerksam die Verkehrsnachrichten zu verfolgen. Da gibt es Rinder oder Pferde auf der Fahrbahn, ein Behinderter will auf der Autobahn – weils schneller geht – mit seinem Rollstuhl nach Hause fahren. LKW’s verlieren Unmengen von Getränkedosen. Tanklaster kippen um. Ein Schweinetransporter verunglückt und die Tiere müssen grossflächig wieder eingefangen werden…

Und? Für uns Christen mal zum Nachdenken: Trauen wir eigentlich Gott in unseren gleichmässigen Lebensbahnen auch heute noch ungewöhnliche Aktionen zu? Ich meine nun gerade nicht gefährliche Situationen. Aber könnte es sein, dass wir unseren Alltagsverlauf so gut kennen, dass wir meinen, der könne ja gar nicht mehr anders, interessanter, herausfordernder gestaltet werden?

  • Die Israeliten in alten Zeiten konnten sich auch nicht vorstellen, als sie von allen Seiten von Feinden umringt waren, dass Gott für sie das rote Meer spalten würde und sie trockenen (!) Fusses da rübermarschiren würden.
  • Sie rechneten auch nicht mit dem Manna, dem Brot aus dem Himmel, welches sie dann 40 jahre tagtäglich versorgte.
  • Sie hatten Kleider, die nicht verschlissen und Schuhe, die nicht kaputt gingen – auch ein Wunder Gottes.
  • Und die Menschen zur Zeit Jesu trauten ihm anfänglich auch keine Heilungen oder sogar Sündenvergebung zu.

Und so ist die Bibel voll von überraschenden und spektakulären – weil nicht erwarteten – Ereignissen. Einfach deshalb will ich Gott auch in meinem persönlichen Leben auch neu zutrauen, dass er Ungewöhnliches bewirken kann.

Naja, vielleicht fliegen nicht gerade Geldscheine durch die Luft.
Obwohl – wer weiss…?

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