flaggen-rainer-sturm-pixelio-kleinDas wird ganz schön heftig werden nächste Woche in Baden-Baden und Kehl, wenn die führenden Politiker der Nato-Staaten sich dort treffen. Die Verantwortlichen für die Sicherheit der hohen Gäste rechnen mit 15.000 bis 25.000 Gipfelgegnern, von denen 3.000 als gewaltbereit eingestuft werden. Dafür werden 14.600 Polizeikräfte bereitgestellt. Sie kommen aus dem ganzen Bundesgebiet.

In Kehl und Baden-Baden gibt es fünf abgestufte Sicherheitsgebiete mit entsprechenden Freiräumen. In der innersten Zone dürfen Bürger nur noch in Begleitung eines Polizisten in Haus verlassen. Vom ersten bis zum vierten April werden Flugbeschränkungsgebiete eingerichtet und am Morgen des vierten Aprils wird der Rhein zwischen den Schleusen Gambsheim und Straßburg gesperrt. Die Autobahn A5 wird zeitweise gesperrt, entlang der Protokollstrecke B500 und B36 wird es auch keinen „normalen“ Autoverkehr geben.

Und noch vieles mehr wird es geben. Keiner soll den illustren Gästen zu nahe kommen. Deswegen empiehlt die Polizei auch, dass kein Normalbürger an diesen Tagen in die betreffende Region reisen solle, auch nicht aus Neugier. Die Chance, führende Weltpolitiker – geschweige denn den US-Präsidenten Barack Obama – direkt zu sehen gehen gegen Null. Abgeschirmt, vom normalen Volk distanziert, mit Sicherheitsabstand – so wird der Gipfel stattfinden. Ob das Konzept dann tatsächlich aufgeht, wird man sehen…

Ganz anders Interessanterweise hat der Zugang zum höchsten Herrscher des Universums ganz andere Sicherheitsregeln: Nämlich gar keine! Ganz im Gegenteil, es gibt freien Zugang für alle. Keine Sicherheitszonen oder abweisende Polizeikräft, sondern die Einladung, näher zu treten. Im Hebräerbrief  wird das so formuliert:

Und so, liebe Brüder und Schwestern, können wir jetzt durch das Blut, das Jesus Christus am Kreuz für uns vergossen hat, frei und ungehindert in Gottes Heiligtum eintreten. Christus hat sein Leben geopfert und damit den Vorhang niedergerissen, der uns von Gott trennte. So hat er uns einen neuen Weg gebahnt, der zum Leben führt. Er ist unser Hoherpriester und herrscht nun über das Haus Gottes, seine Gemeinde. (Hebr. 10, 19-21)

Gut – ein paar Bedingungen gibt es schon noch, solche wie ein aufrichtiges Herz und einen festen Glauben, denn so heisst es weiter:

Darum wollen wir uns Gott nähern mit aufrichtigem Herzen und im festen Glauben; denn das Blut Jesu Christi hat uns von unserem schlechten Gewissen befreit, und unser Körper wurde mit reinem Wasser von aller Schuld reingewaschen. Haltet an dieser Hoffnung fest, zu der wir uns bekennen, und lasst euch durch nichts davon abbringen. Ihr könnt euch felsenfest auf sie verlassen, weil Gott sein Wort hält.

Ich finde das Klasse, zu dem höchsten Herrscher aller Zeiten frei und ungehindert Zugang zu haben. keine Strassensperren, keine Autobahnsperrungen, keine Sicherheitszonen – sondern offene Türen. „Schuld“ daran ist Jesus Christus, weil er durch seine Opferbereitschaft alles Hemmende und Trennende beseitigt hat. Einfach genial! Foto: rainersturm/pixelio

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