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Gemeinhin kennt man denAusspruch „Der ist ein Erbsenzähler“ daher, wenn ein Zeitgenosse als kleinkariert bekannt ist. Als einer, der immer was zu meckern, zu nörgeln und zu bekritteln hat. Der sich mit Wonne an Kleinigkeiten aufhält und auch zu Wortklaubereien neigt. Ein pingliger Geselle. Eben – ein Erbsenzähler.

Aber – so las ich kürzlich in einem Buch – man kann den negativ belasteten Ausspruch auch ganz anders sehen…

Wozu Erbsen auch gut sein können

Wenn jemand im Leben oft nur das Negative sehen kann, nur Fehler und Versagen, dann hilft es, am Morgen eine Handvoll Erbesen in die linke Hosen- oder Jackentasche zu stecken. Und dann, wenn man tagsüber irgendetwas Gutes erlebt – das kann auch nur eine Kleinigkeit sein – dann nimmt man eine dieser Erbsen und steckt sie in die rechte Tasche. Am Abend, beim Nachzählen, dürfte es grosses Erstaunen auslösen, wie voll die rechte Tasche ist. Oder dass die Erbsen in der linken gar nicht ausreichten…

Man muss es nur sehen

Da ist eine Erbse dabei, weil der andere Autofahrer einem die Vorfahrt gewährt hat. Oder der Sonnenstrahl am Kinn gekitzelt hat. Da ist der nette Morgengruss der Sekretärin. Oder weil das Knie heute weniger schmerzt. Da gibts heute keinen Stau. Und drei Erbsen sind für die Kinder – einfach weil sie oft Freude machen. Da ist die Sitzung, die heute kürzer und effektiver verlief als auch schon. Oder ein Erbse dafür, dass der Rotwein so gut mundet. Für den netten Liebeszettel meiner Frau. Und dass das Auto trotz Frostgraden ansprang.

Mitmachen

Wofür würdest du Erbsen von einer Tasche in die andere befördern? Wer oder was hat dich heute erfreut, wofür eine Erbse stehen sollte?

Ich würde mich freuen – und gleich eine Handvoll Erbsen opfern – wenn du in der Kommentarfunktion über dein persönliches Erbsenzählen berichten würdest!

P.S. Woher der Begriff Erbsenzählen wohl wirklich kommt, verrät eine Anekdote.

Foto: oecher68/pixelio

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