unfall-kandernGestern auf der Nachhausefahrt von der Arbeit. Auf dem letzten Streckenabschnitt zwischen Hammerstein und Kandern wird der Verkehrt langsamer. Durch die Bäume schimmert ein Blaulicht hindurch. Irgendwo nach der Kurve muss etwas passiert sein.

Und tatsächlich – mehrere Einsatzwagen von Polizei und Feuerwehr stehen auf einer Strassenseite. Ein Polizist regelt den Verkehr und wir fahren im Schritttempo an einer Unfallstelle vorbei. Die Leitplanke wurde durchbrochen, steht krotesk im Winkel ab. Unterhalb der Böschung ist ein Lastzug zu sehen, den es wohl „erwischt“ hat. Hoffentlich ist nichts Schlimmeres passiert…

Heute morgen lese ich in der Zeitung, dass der verunfallte Lastzug, der mit Schotter beladen war, einem entgegenkommenden LKW ausweichen musste, ein Stück auf dem unbefestigten Randstreifen fuhr und dann die Leitplanke durchbrach. Und sich danach überschlug und wieder auf den Rädern zu stehen kam. Und dass dem Fahrer – wie durch ein Wunder – bis auf den Schrecken nichts weiter passierte.

Wie durch ein Wunder? Es war eines! Wenn man die Wahrscheinlichkeit berechnet, dass auf dieser kurvenreichen Strecke und den Fahrmanövern nach Kollision mit der Leitplanke und dem Herabstürzen über die Böschung dem Fahrer nichts weiter passierte – dann ist diese eben sehr gering. Es gibt soviele Möglichkeiten, was alles hätte sein können…

Ich selber habe mich mal auf einer Nachtfahrt von Lörrach nach Berlin mit unserem damaligen VW-Bus wegen Blitzeis überschlagen, kam damals auch einige Meter weit von der Autobahn auf einer Wiese zum Liegen, allerdings auf dem Dach. Und den fünf Kindern und mir ist nichts weiter passiert, bis auf den Schock. Das war sowas von deutlich ein Wunder, deutlicher gehts nicht.

Wir sollten – und das auch besonders als Leute, die an einen realen Gott glauben – viel mehr davon überzeugt sein, dass Gott ständig auch im Strassenverkehr dabei ist und seine Hände im Spiel hat. Und dafür bewusst dankbar sein. Immer wieder. Und immer öfter.

Foto: Markus Maier/BZ

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