Sie war vielleicht 14 Jahre jung. Aber in dieser Gegend heiratete man ziemlich früh. Nun ja, die Menschen wurden auch nicht sehr alt, dann sollte die Zweisamkeit möglichst früh beginnen.

Sie war jung und verlobt. Aber sauber, was die intimen Beziehungen zu Männern vorher und zu ihrem Verlobten jetzt anging. Nein, Sex gehört in die Ehe – das war ihr klar. Glasklar.

Und sie war fromm. Glaubte an den Bundesgott Israels. Und wartete – wie viele jungen Frauen dort – auf den Messias. Und ganz tief im Herzen wünschte sie sich, dass sie die Auserwählte wäre…

Und dann geschieht das Unfassbare: Ein Engel spricht sie an, sagt ihr, dass sie – genau sie – den Sohn Gottes gebären sollte. Maria interessiert sich noch für die „technischen Einzelheiten“, wie sie schwanger werden könne ohne Sex. Der Engel erklärt ihr, dass bei Gott kein Ding unmöglich sei. (Toyota hat seine Werbung übrigens auch nur aus der Bibel abgekupfert: „Nichts ist unmöglich“!). Maria glaubt ihm und stellt sich und ihren Körper den Plänen Gottes zur Verfügung.

Sie argumentiert nicht wie manche Frauen der Jetztzeit mit dem Slogan: „Mein Bauch gehört mir!“ sondern: „Mein Bauch gehört dir!“ Und meint damit Gott. Er, der sie erschaffen hat – und nebenbei das ganze Universum am Laufen hält – er hat auch das Verfügungsrecht über ihre Lebenspläne.

Sie hat diese Entscheidung nie bereut. Natürlich brachte diese Schwangerschaft Probleme mit sich. Mit ihrem Verlobten, der sie heimlich wegschicken wollte. Aber selbst in dieser Situation wählte Maria keine Abtreibung, um ihre Beziehung zu retten, sondern vertraute den Versprechungen des Himmels.

Sie würde in Folge als Mutter dieses aussergewöhnlichen Jungen kein einfaches Leben haben, aber sie bereute nie ihre Entscheidung. Und wurde von Gott mehr als jede andere Frau gesegnet. Nein, eine Heilige war sie nie. Sie war eine normale Frau. Aber eine, die auf Gott hörte und ihm die Regie über ihr Leben überliess. Eine tolle Frau, wie ich finde.

Die ganze Geschichte gibts hier.

Foto: wwwebgestalterin/pixelio

Nach einer Idee, gehört in einer Predigt in Kandern.

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