Die täglichen Fahrten zu meiner Arbeitsstelle nutze ich ganz unterschiedlich:

  • Meistens höre ich Radio und wenn ich Glück habe, fällt die Morgenandacht meines Senders genau in diese Zeit.
  • Manchmal schiebe ich eine christliche Liederkassette ein und singe sogar hin und wieder ein Lied mit.
  • Und manchmal rede ich laut oder leise mit meinem Beifahrer. Ich erzähle ihm meine Sorgen oder Wünsche für den Tag, schildere ihm manche Komplikation des Jobs oder im zwischenmenschlichen Bereich.
  • Oder danke ihm einfach, dass er jeden Morgen mit mir in die benachbarte Schweiz fährt. Er hat es damals versprochen – und er ist einer, der Versprechen unbedingt einhält.

„Siehe, ich bin bei euch alle Tage…“, so lautete seine Aussage. Und die nehme ich wörtlich. Wer wäre ich denn, wenn ich bei göttlichen Aussagen für mich entscheiden würde, was er wirklich ernst gemeint hätte oder wo er nur eine Floskel losgelassen hätte? Nein, nein – da er immer die Wahrheit sprach vertraue ich seinem Wort auch darin.

Heisst das nun, dass Deutschland tagsüber „Jesusfrei“ wäre, weil er mit mir auf der Arbeitsstelle in Basel ist? Nun ja, so würden wir menschlich schliessen, da eine (menschliche) Person immer nur an einem Ort sein kann.

Aber Jesus ist etwas ganz besonderes. Er ist Gott, Schöpfer und Allmächtiger. Unwahrscheinlich grösser, intelligenter und wissender als wir Menschen. Er kann gleichzeitig bei ganz vielen Menschen sein. Nicht nur in Europa, sondern welt- und unversumweit.

Er ist halt Gott.

In seinem Versprechen liegt ein unwahrscheinlicher Trost: „Ich bin bei dir, alle Tage bis zum Ende“. Egal wo du bist, hinfährst, dich hinlegst, müde und kaputt oder herum springst voller überschäumender Freude – Jesus ist immer da. Toll.

 

Morgens, wenn über dem östlichen Horizont gerade die Sonne ihre ersten Strahlen schickt, dann lege ich auch manchmal meine Hand auf den Beifahrersitz. Schöpfung und Schöpfer – sie gehören einfach zusammen…

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