Und da ist sie wieder – eine der spannenden Meldungen aus dem Forschungsalltag:

Schwedische Forscher haben 2186 verheiratete und unverheiratete Paare nach ihrer Zufriedenheit mit der jeweiligen Beziehung befragt und dabei untersucht. Auf eine ganz spezielle Gen-Variante.

Die Forscher kennen dieses Gen schon aus der Arbeit mit männlichen Wühlmäusen. Sie wissen auch, ob diese Gen-Träger dann monogam oder eben nicht monogam leben.

Es hat auch einen Namen: 334. Und ist dafür zuständig – so die Forscher – ob jemand bindungsfähiger ist. Die Studie hat herausgefunden, dass Zusammenhänge zwischen diesen ererbten Genen und z.B. unehelichen Partnerschaften bestünden.

Ja, sogar Ehekrisen kann man mit Gen 334 jetzt besser erklären.
Aber lesen Sie doch selbst…

Ich finde diese Genforschung spannend und erwarte in naher Zukunft noch mehr Ergebnisse (möglichst wühlmausforschend bestätigt) für unseren Beziehungsalltag. Vorsichtshalber würde ich schon mal einige Gene reservieren:

Gen 0815 – das Beliebigkeits-Gen, welches für Ausreden und schnelle Erklärungen für Beziehungsschwankungen verantwortlich zeichnet.

Gen 666 – das altbekannte Sünd- und Schuld-Gen, was 100% der Befragten immer wieder bei Versagen und bei heftigen Konflikten als Erklärung anführt.

Gen 789 – das Kleptomanen-Gen, welches besonders immer wieder auf Polizeiwachen für Erklärungsversuche herhalten muss.

Gen 028 – das weitverbreitete Neid-Gen, welches nicht nur für gelbe Gesichtsfarbe, sondern auch in späteren Phasen für heftige Übergriffe auf Nachbars Eigentum verantwortlich zeichnet.

Gen 246 – das unterschwellige Nicht-Ganz-die-Wahrheit-Sagen-Gen, welches in verschiedener Stärke entsprechende Wirkungen zeitigt.

Natürlich werden die Forscher – nur ein wenig Geduld bitte! – für jedwedes Menschheitsproblem das verantwortliche Gen finden. Das macht ja die Sache dann so herrlich einfach: Schuld bin ich nicht selbst, muss auch nicht an mir arbeiten, mich verändern (lassen) oder gar um Hilfe beim Allmächtigen bitten – das entsprechende Gen erklärt die Ursachen und die Schuldfrage.

Mit einem kleinen Augenzwinkern grüsst
Andreas

Foto:  re-ality ,flickr.com

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