Er heisst Finn – und ist gerade mal sieben Wochen alt. Ein süsses Kerlchen.

Meistens.

Und ein tüchtiger Schreihals.

Manchmal.

Und wie er sein kleines Gesichtchen in Falten legen kann. Oder ganz intensiv und erstaunt sein Umfeld wahrnimmt. Total konzentriert. Der kleine Mann erobert stückweise seine Umgebung. Unsere Grosselternherzen – die hat er schon lange erobert.

Dafür sorgte auch unsere Tochter, hielt sie uns während der Schwangerschaft doch ständig auf dem Laufenden.

 

6. Woche: Eine Herzkammer arbeitet und pumpt erste Blutkörperchen durch den kleinen Organismus. Das herz schlägt pro Minute 140- bis 150-mal. Innenohr und Stimmbänder entstehen. Die Mundhöhle hat sich geformt.

8.Woche: Augenlider, Finger und Zehen sind sichtbar. Oberlippe und Nasenspitze bilden sich.

10. Woche: Das Embryo ist rund drei Zentimeter lang. Vom Fruchtwasser getragen, macht das kleine Wesen erste Bewegungen.

12. Woche: „Es“ wiegt schon 15 Gramm. Finger und Zehen sind ausgeformt, die Füsse rund einen Zentimeter lang. Er kann saugen und schlucken.

15. Woche: Das Kind kann die Augenbrauen hochziehen, die Lippen bewegen, den Kopf hin- und herdrehen.

 

Dauernd änderte sich etwas an dem kleinen Wesen. Entwickelte sich. Wuchs heran.

 

Chancenlos

 

So ein Embryo ist ein riesiges Wunder. Und kommt dann im Normalfall voll ausgebildet und lebensfähig auf die Welt. Wenn…

Wenn nicht ein Schwangerschaftsabbruch – aus welchen Gründen auch immer – dazwischenkommt.

Kriminogene oder medizinische Indikationen erlauben laut Gesetz, einen Abbruch durchzuführen. Die Entscheidung trifft niemals das heranwachsende Kind. Es ist chancenlos, die Länge seines Lebens zu beeinflussen…

 

Die nächste Stufe ist erreicht

 

Jetzt können Frauen mit Hilfe von Abtreibungspillen den Abbruch von zu Hause durchführen. Eine Website – „Womenonweb.org“ – gibt dazu die nötigen Informationen und Kontakte. Frauen aus über 70 Ländern haben diesen „Service“ bereits genutzt und viele davon „outen“ sich danach (oft mit Foto) auf der betreffenden Website.

Eine junge kanadische Frau, die dieses Internetangebot in Anspruch genommen hat, muss allerdings auch zugeben, dass „allein zuhause zu sitzen und zu warten, dass die Blutung beginnt, der pure Horror ist“. Ausserdem sei der härteste Teil des Schwangerschaftsabbruches das Schuldgefühl. Durch die Anonymität des Online-Abbruchs werden ihr diese Gefühle nicht abgenommen. Sie wünscht sich, so etwas nie wieder durchmachen zu müssen.

 

Wie ihr geht es auch vielen anderen Frauen, die diese „neue Dienstleistung“ in Anspruch genommen haben. Körperliche und eben auch seelische Wunden bleiben oft zurück.

 

Eingehaucht

 

Als Gott die Menschen schuf, hauchte er in ihn, damit er lebendig wurde:

„Da nahm Gott Erde, formte daraus den Menschen und blies ihm den Lebensatem in die Nase. So wurde der Mensch lebendig.“ (1.Mose 2,7)

 

Diese Fähigkeit, Leben zu schaffen, ist eine göttliche Fähigkeit. Menschen können zwar durch das Geheimnis der Zeugung dazu beitragen, dass neues Leben entsteht.

 

Aber wer gibt uns das Recht, entstandenes Leben abzubrechen? Auszulöschen?

Es ist sicher ein Diskussionsthema mit vielen Facetten – aber als Christ und Grossvater sehe ich mit Besorgnis, wie ethische Grenzen immer mehr fallen.

 

Und geniesse immer wieder neu, wie spannend, fröhlich und erfüllend unser kleiner Finn die ganze Sippe durcheinanderwirbelt und bereichert.

Gott sei Dank, dass es ihn gibt!

 

Links:

Wikipedia – Schwangerschaftsabbruch

Welt-Artikel zu Abtreibung per Internet

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